DM Berlin (1. Tag): Samantha Borutta wird ihrer Favoritinnen-Rolle gerecht und holt des ersten DM-Titel für Hessen
  25.06.2022 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Es waren die Hammerwerferinnen, die im Berliner Olympia-Stadion die deutschen Meisterschaften eröffneten. Mit dabei Samantha Borutta, eine der wenigen hessischen Top-Favoritinnen. Die Technikerin Trikot von Eintracht Frankfurt hatte keine Probleme, ihren Titel von Braunschweig erfolgreich zu verteidigen. Am Ende standen solide 67,09 Meter in der Ergebnisliste. Also das Pflichtprogramm erwartungsgemäß erfüllt. Bei der „Kür“, also dem Erreichen der WM-Norm (72,50 m), hakte es noch. Sechs gültige Versuche, alle jenseits der 61,50 Meter können sich aber allemal sehen lassen. Die Silbermedaille ging an Michelle Röpke (TSV Bayer 04 Leverkusen), die mit 65,51 Metern in den Bereich ihrer persönlichen Bestmarke (65,88 m) kam.

„Mit der Norm für Eugene hat es leider nicht geklappt. Ich könnte es aber über das World-Ranking schaffen. Momentan sieht es da noch gut aus. Abwarten, was sich noch bei den anderen Landesmeisterschaften in Europa und Übersee noch tut“, so Borutta kurz nach der Siegerehrung.  Laura Siegel (LSG Goldener Grund Selters) kam als Elfte mit 52,92 Metern nicht an ihre Bestmarke von 57,57 Sekunden ran.

Alles richtig gemacht hat Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar), die mit 11,20 Sekunden ihre Jahresbestzeit einstellte, damit erneut die Norm für München unterbot und sich über die Vizemeisterschaft freuen konnte. „Jetzt habe ich das Ticket für München sicher, das kann mir keiner mehr nehmen“, freute sich Haase direkt nach dem Zieleinlauf. Ganz vorne sorgte Gina Lückenkemper (SCC Berlin) für eins der DM-Glanzlichter. Die Lokalmatadorin knackte mit hervorragenden 10,99 Sekunden die „Elfer-Marke“, holte ihren bereits dritten Freiluft-Titel und scheint bestens vorbereitet für die kommendem internationalen Aufgaben. Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar) qualifizierte sich als Zweite ihres Vorlaufes in eher schwachen 11,73 Sekunden zwar fürs Halbfinale, trat dort aber nicht an.

Wahrscheinlich hatte Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar) schon auf eine Medaille gehofft. Der Mann vom Sprintteam Wetzlar reiste mit einer Bestmarke von 10,18 Sekunden an und wollte sich in Richtung EM-Norm (10,16 sec.) orientieren. Am Ende stand der Frankfurter nach 10,21 Sekunden mit der blechernen Medaille für seinen vierten Platz da, obwohl er fast seinen eigenen Hessenrekord bestätigt hätte. Also alles richtig gemacht. die anderen Jungs waren einfach etwas flotter unterwegs. In den Vorläufen kam der Eintrachtler Philip Hennemuth mit 10,71 Sekunden in den Bereich seiner Jahresbestmarke. Teamkollege Florian Daum kam bei Gegenwind (- 1,3 m/sec.) nicht über 11,09 Sekunden hinaus.

Bei den 400 Meter hatte Patrick Schneider (TV Wattenscheid), er trainiert am Frankfurter Stützpunkt, keine Probleme mit 46,36 Sekunden als Sieger seines Vorlaufes, den Finaleinzug klar zu machen. Da wäre auch Johannes Nortmeyer (LG Bad Soden Sulzbach Neuenhain) an den Start gegangen, dessen 47,65 Sekunden jedoch nicht für eien weiteren Einsatz ausreichten.

Im ersten Vorlauf über 800 Meter wurde reichlich gebummelt, so dass hier nur die Top-Drei das Finale erreichten. Schnell war klar, dass die 1:54,92 Minuten von Jonathan Schmidt (Athletics Team Karben) da nich ausreichen würden. Flotter ging es da im zweiten Lauf zu. Marc Reuther (Eintracht Frankfurt) spurtete hier mit 1:49, 87 Sekunden Sieg. Auch Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau) hatte als Dritter ein großes „Q“ hinter seinem Namen.

Bei den 1500 Metern belegten Marc Tortell (Athletics Team Karben/3:53,36 min.) und Amos Bartelsmeyer (Eintracht Frankfurt/3:48,16 min.) jeweils den dritten Platz und zogen damit problemlos ins Finale ein. Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach) sicherte sich mit 3:48,69 Minuten (2. VL) das kleine „q“, so dass drei Hessen ins Finale einzogen.

Ein typisches Meisterschafts-Rennen, ohne besondere Ambitionen auf eine sehr schnelle Zeit, waren die 5000 Meter. Mohamed Mohumed (LG Olympia Dortmund/bereisr 13:03,18 min.) wurde seiner Favoritenrolle gerecht und holte mit 13:43,16 Minuten DM-Gold.  In seinem Windschatten erkämpfte sich Sam Parsons (Eintracht Frankfurt) mit 13:43,48 Minuten die Vizemeisterschaft. Davor Aaron Bienenfeld (SSC Hanau-Rodenbach), der sich zwischenzeitlich ums Tempo bemüht hatte, landete nach 13:47,05 Minuten auf dem fünften Platz. 

Moritz Mainka (Wiesbadener LV/noch U23) lieferte über 110 Meter Hürden mit 14,78 Sekunden einen neue PB ab und hat nun bei den Nachwuchs-Titelkämpfen in Wattenscheid das Finale im Visier.

Bei den Langhürden rutschte der Eintrachtler Eric Herbert mit 53,23 Sekunden als Letzter ins Finalfeld.

Max Lehl (TSG Wehrheim) beendete seine DM-Premiere in der Aktivenklasse im Stabhochsprung mit glatten fünf Meter als Zehner. Bei den Titelkämpfen der U23 möchte Lehl nun bei der Vergabe von Edelmetall ein Wörtchen mitreden.

Robin Rieß (Eintracht Frankfurt/ebenfalls noch U23) blieb im Speerwerfen mit 63,58 Metern (13.) deutlich unter seinen Möglichkeiten.

DM-Bericht wird fortgesetzt.